Knapp 600 Kilometer trennen die Millionenstadt Köln in der Flusstallandschaft des Rheins von der Marktgemeinde Bezau mit rund zweitausend Einwohner:innen im Bregenzerwald in Österreich. In diesem malerischen Flecken veröffentlichte Boomslang Records 2003 sein erstes Album. Für den mittlerweile 95 Veröffentlichungen umfassenden Katalog zeichnet der Schlagzeuger und Veranstalter Alfred Vogel verantwortlich, der neben dem Label auch das Festival BEZAU BEATZ betreibt. FROM BEZAU WITH LOVE kommt nicht von ungefähr: Der freundschaftlich einladende Ruf eilt Label und Festival gleichermaßen voraus, ebenso wie ihre Offenheit gegenüber einer großen Bandbreite kreativer Musik, die sich selbstbewusst und authentisch positioniert. Freund:innen schickt man Liebesgrüße und im besten Fall trifft man sich, verbringt Zeit miteinander und genießt den gemeinsamen Moment. So nun in Köln, wo viele der bei Boomslang Records veröffentlichenden Musiker:innen zu Hause sind und wo man gern auch einmal länger zusammenkommt und verweilt.
FROM BEZAU WITH LOVE: Boomslang Records live präsentiert vier Bands, die dem Anspruch des Labels im besten Sinne genügen und die neugierigen Verästelungen aktueller Musik erlebbar machen. Explosive improvisierte Musik und Eigenkompositionen mit starken Einflüssen aus Jazz und Avantgarde-Musik kommt vom Altered Forms Trio aus Leipzig. Saxophonist und Komponist Victor Fox stellt sein neues Projekt als auch das gleichnamige Album PYTHON vor (Release: 10. April 2026) in welchem er Einflüsse aus Avantgarde, Neuer Musik und freier Improvisation gekonnt fusioniert. Das Quartett hilde erschafft mit Geige, Stimme, Posaune und Cello einen eigenständigen Klangkosmos. Zwischen Komposition und Improvisation entfaltet die Band eine dichte, minimalistische Klangarchitektur von großer Tiefe und suggestiver Kraft. Die Veröffentlichung des neuen hilde-Albums fällt mit dem Tag der Veranstaltung zusammen. Kompromissloses Kräftemessen aus Improvisation und Klangkollision bringt How Noisy Are The Rooms?. Das Trio zelebriert kreative Anarchie als hochenergetisches Experiment zwischen Stimme, Vinyl und Schlagzeug.