Offen, riskant und vollkommen im Moment: An der Schnittstelle von song- und textbasierter Improvisation, Grunge-Rock-Energie und kollektiver Ekstase entfaltet sich die Musik von The Resonators. Rohe Kraft, Rausch und Offenheit verschmelzen zu musikalischen Bögen, die weit über die Summe ihrer Einzelteile hinausweisen. Für Schlagzeuger, Komponist und NICA artist Thomas Sauerborn entsteht so die "nahezu perfekte Abstraktion" jener Musik, die ihn seit seiner Kindheit bewegt und inspiriert.
Gemeinsam mit der Sängerin und Performerin Jelena Kuljić und dem Pianisten Achim Kaufmann verdichtet die Band aus Köln und Berlin frei improvisierte Musik zu einem dringlichen Gesamtklang. Gedichte von Lola Ridge und Alice Dunbar-Nelson sind in den Klangstrom eingebettet und treiben eine Erzählung voran, die von stiller Fragilität bis zu eruptiver Energie reicht. Diese besondere Konstellation ist auch auf dem 2025 erschienenen Album dashin’ headless dokumentiert – einer Live-Aufnahme, die im Rahmen des Plushmusic Festivals im Kölner LOFT entstand und an das Debüt Headlong anschließt.
Musik zwischen leisen, schwebenden Momenten – mit Anklängen an frühe ECM-Ästhetiken – und hochenergetischen Passagen, die Assoziationen zu Anthony Braxton, Jimi Hendrix, Annette Peacock oder der Bitches Brew Ära von Miles Davis wecken. Dabei entsteht kein Rückgriff auf Bekanntes, sondern eine eigenständige kollektive Stimme.
Foto: The Resonators © Frank Schemann